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Muslime in Deutschland: Je gläubiger, desto toleranter sueddeutsche.de Sat, 27 Sep 2008 19:00:00 +0000

Artikel auf sueddeutsche.de vom 26.09.2008 (Zitat):
"Religiös: ja, fanatisch: keineswegs. Muslime in Deutschland sind einer Studie zufolge weltoffener als landläufig angenommen.
Der Großteil der Muslime in Deutschland ist laut einer Studie religiös, aber dabei viel toleranter als landläufig vermutet. Für Offenheit gegenüber allen Religionen hätten sich 86 Prozent der Muslime ausgesprochen, ergab die Sonderstudie "Religionsmonitor 2008 - Muslimische Religiosität in Deutschland", die die Bertelsmann-Stiftung am Freitag in Berlin vorstellte.
[...]
Bekleidungsvorschriften wie das Kopftuch der Frauen bewerten Muslime als nicht so wichtig, wie häufig angenommen: Eine Mehrheit von 53 Prozent lehnt das Kopftuchtragen ab, 33 Prozent sprechen sich dafür aus. An das Verbot, Schweinefleisch zu essen, halten sich dagegen 86 Prozent der Befragten, 58 Prozent verzichten vollständig auf Alkohol. [...] Nur für einer Minderheit spiele der Islam hingegen eine wichtige Rolle bei der Wahl des Ehepartners, bei Sexualität und der politischen Einstellung.
[...]
... ; tatsächlich aber spielten bei den Muslimen Politik und die politische Einstellung nur "eine sehr untergeordnete Rolle".
[...]
Link zum Artikel: http://www.sueddeutsche.de/politik/920/311840/text/

Bischöfe für Moscheebau ZDF Sat, 27 Sep 2008 05:30:00 +0000

Beitrag auf heute.de ZDF vom 26.09.2008 (Zitat):
[...]
Die katholischen Bischöfe haben das Recht der Muslime bekräftigt, in Deutschland Moscheen zu bauen. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, die staatlich garantierte Religionsfreiheit beinhalte das Recht auf die Errichtung "würdiger Moscheen".
[...]
Die katholischen Oberhirten verurteilen Tendenzen, die Debatte um den Bau muslimischer Gotteshäuser für politische Zwecke zu missbrauchen. Diskussion und Kritik an konkreten Projekten sei erlaubt, "Hetze nicht".
[...]
Link zum Artikel: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/5/0,3672,7382341,00.html?dr=1

Bischöfe planen Erklärung zu Moscheen hr-online Sun, 21 Sep 2008 13:00:00 +0000

Beitrag auf hr-online vom 21.09.2008 (Zitat):
"Die katholischen Bischöfe wollen eine gemeinsame Erklärung zum Bau von Moscheen in Deutschland abgeben. Über den genauen Text soll bei der am Montag in Fulda beginnenden viertägigen Bischofskonferenz beraten werden.
[...]
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, sagte, die Bischöfe würden sich nun mit einer Erklärung in der Debatte positionieren. Der Text solle sich an betroffene Kirchengemeinden und kommunale Verantwortungsträger richten.
Streit um Moschee in Frankfurt
Auch in Hessen hatte es zuletzt Streit um den Bau einer Moschee gegeben. Im Juli erteilte die Stadt Frankfurt der türkisch-pakistanischen Gemeinde die Baugenehmigung für ein Gebetshaus im Stadtteil Hausen. Das Stadtparlament hatte zuvor mit großer Mehrheit einen Antrag von CDU, Grünen, SPD und FDP verabschiedet, in dem festgestellt wurde, dass "Moscheebauten ein Baustein einer erfolgreichen Integrationspolitik" seien.
[...]
Link zum Artikel:
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=36094&key=standard_document_35289378

Anonyme Drohungen zum Moscheebau JOURNALPORTAL Tue, 26 Aug 2008 02:00:00 +0000

Artikel von Ruth Skitt auf journalportal.de vom 14.08.2008 (Zitat):
[...]
Bereits im Herbst als die Bürgeranhörungen im vollen Gang waren, schrieben Anonyme auf dem Blog der Anti-Nazi-Koordination Frankfurt: „Es müssen sich ein Paar aufrechte Jungs und Abendland treue Mädels – finden die den Musels vor Ort zeigen, wer in Deutschland das Sagen hat.“ Inzwischen ist der Moscheebau genehmigt worden – und die Drohungen werden gefährlicher: in einer anonymen E-Mail einer „Aktionsgruppe 22. Juli“ wird „aktionistischer Widerstand“ auf der Straße sowie die Absicht angekündigt, den Moscheebau auch gewaltsam zu verhindern.
[...]
Link zum Artikel:
http://www.journalportal.de/news_einzeln.php?n_id=4088

Frankfurt: interreligiösen Dialog fördern Jesus.de Thu, 21 Aug 2008 02:12:00 +0000

Artikel auf Jesus.de vom 20.08.2008 (Zitat):
[...]
Der «Rat der Religionen» wird in Frankfurt seit vier Jahren von einer Initiativgruppe vorbereitet. Angestrebt werde ein freiwilliger Zusammenschluss von höchstens 25 Personen, davon fünf Christen, erläuterte die Initiatorin und Pfarrerin für Interreligiösen Dialog, Ilona Klemens. Das Gremium soll den Austausch fördern, die Integration von Migranten verbessern und interkulturelle Konflikte verhindern helfen.
[...]
Der Konflikt um den Bau einer Moschee im Stadtteil Hausen im Herbst 2007 hat nach Angaben des katholischen Stadtdekans Raban Tilmann die Pläne beschleunigt. Der Rat solle das Friedens- und Menschenrechtspotenzial der Religionen für die Stadt deutlich machen. Die Frankfurter Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) kündigte die Unterstützung der Stadt an. Der Rat könne eine wichtige Brückenfunktion übernehmen und zum Abbau von Ängsten und Vorurteilen beitragen.
[...]
Link zum Artikel:
http://fuenf.scm-digital.net/show.sxp/3927_frankfurter_rat_der_religionen_soll_dialog_f_rdern.html?&mantemp=jdeartikel&kein_pdf_anzeigen=1

Matthias Alexander: Rat der Religionen - Keine Feuerwehr FAZ Thu, 21 Aug 2008 02:04:00 +0000

Kommentar von Matthias Alexander in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 20.08.2008 (Zitat):
[...]
Das Gremium müsste also dort tätig werden, wo sich religiöse, soziale und ethnische Konfliktpotentiale durchdringen. Es ist aus diesem gesellschaftspolitischen Blickwinkel nur konsequent, dass nicht Kirchendezernent Uwe Becker (CDU), sondern Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Die Grünen) dem Gremium als Gast angehört.
Gerade der Sprecher der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen denkt denn auch nicht vorrangig an die Bewältigung von Konflikten, wenn er die Aufgaben des Rats beschreibt. Ünal Kaymakci, der mit seiner Gemeinde die Hausener Moschee baut, will auch „positive Akzente“ setzen.
[...]
Der Rat sollte sich nicht als Feuerwehr verstehen, die erst tätig wird, wenn irgendwo Streit ausgebrochen ist. Er kann auch keine welttheologische Instanz werden. Er hätte dazu beizutragen, das religiöse Wissen von Gläubigen und Atheisten zu vermehren. Und alle daran zu erinnern, was Religionsfreiheit bedeutet und wo sie durch das Grundgesetz begrenzt ist.
Link zum Artikel:
http://www.faz.net/s/Rub3DFC0DABC5664C30AC70700DD10A965D/Doc~E525A2A280E5444C995FAD399ECC02025~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Ein Rat der Religionen für Frankfurt FAZ Thu, 21 Aug 2008 01:00:00 +0000

Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 19.08.2008 (Zitat):
Frankfurts erster Rat der Religionen soll noch vor Jahresende entstehen. Ziel sei es, den interreligiösen Dialog und die Zusammenarbeit der Religionsgruppen mit der Kommune zu fördern, sagte die Initiatorengruppe aus Christen, Muslimen, Juden und Buddhisten bei der Vorstellung des Projekts in Frankfurt. Es gehe nicht nur um Konfliktbewältigung, sondern auch darum, positive Impulse in die Stadtgesellschaft hineinzutragen, sagte Ünal Kaymakci von der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen. „Ab heute werden die Einladungen an alle Glaubensgemeinschaften geschickt“, kündigte die Rhein-Main Pröpstin Gabriele Scherle an.
[...]
Es werden 56 von den insgesamt 150 Frankfurter Religionsgemeinschaften eingeladen, beim Rat der Religionen mitzumachen. Es soll nach Angaben der Initiatoren eine ausgeglichene Repräsentanz mit etwa 25 Vertretern der Weltreligionen erzielt werden.
[...]
Link zum Artikel:
http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~E504C87280F5F4940AF8135DFC2F671EA~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Martin Müller-Bialon: Rat der Religionen - Hohes Ziel FR Wed, 20 Aug 2008 06:56:00 +0000

Leitartikel von Martin Müller-Bialon in der Frankfurter Rundschau 19.08.2008 (Zitat):
Ein Rat der Religionen hat nur dann eine Chance, wenn er über alle Grenzen hinweg als höchste Instanz für interreligiöse Fragen anerkannt wird.
[...]
Nimmt man den Hausener Moschee-Streit als Beispiel, so wird deutlich - eigentlich gibt es da keine Lücke. Alle relevanten Instanzen - Politiker, Kirchen, Gewerkschaften - haben sich zu Wort gemeldet und den Moschee-Plänen uneingeschränkt zugestimmt. Ein Rat der Religionen hätte wohl auch nicht mehr bewirken können. Die Hardliner jedenfalls, für die Toleranz ein Fremdwort ist, hätte er auch nicht überzeugt.
Es sei denn, dieses Gremium würde über alle religiösen Grenzen hinweg - und auch innerhalb der jeweiligen Gemeinschaften - quasi als höchste Instanz für interreligiöse Fragen anerkannt. Dann wäre das möglich, was die Initiatoren anstreben: Bedingungslose Solidarität unter den Religionen.
[...]
Man kann, man muss dem Projekt Glück wünschen. Es lohnt sich, an diesem hohen Ziel zu arbeiten. Nicht weil Frömmigkeit so toll ist - die Hälfte der Frankfurter gehört keiner Religion an -, sondern weil das Zusammenleben der Kulturen und Religionen eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben ist. Nicht zuletzt das hat die Moschee-Debatte gezeigt.
[...]
Link zum Artikel:
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/meinung/1578219_Hohes-Ziel.html

Frankfurt: Rat der Religionen FR Wed, 20 Aug 2008 06:55:00 +0000

Artikel in der Frankfurter Rundschau 19.08.2008 (Zitat):
Die Uneinsichtigen, diejenigen, die nicht verstehen wollen, wird auch ein Rat der Religionen nicht überzeugen. Und dennoch könnte eine solche Institution in Konflikten wie dem Moschee-Streit von Hausen deeskalierend wirken. Davon sind jedenfalls die Initiatoren des geplanten Rats überzeugt.
"Wir machen damit deutlich: Wer sich mit einem von uns anlegt, der hat es mit allen zu tun", sagte Esther Gebhardt, Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Regionalverbandes, am Montag bei der Präsentation des Projekts. Das war zwar auch im Moschee-Streit schon so, als sich die beiden großen christlichen Kirchen auf die Seite der Bauherren stellten. Ein Rat der Religionen könne aber "in Konflikten ein besonderes Gewicht haben", betonte der katholische Stadtdekan Raban Tilmann.
[...]
... Ziel der Initiative sei nicht nur die Bewältigung von Konflikten. "Es geht darum, die Vernetzung zwischen den Religionen voranzubringen, wir wollen auch positive Akzente setzen." Vor allem die Zusammenarbeit mit kleineren Religionsgruppen sei "noch ausbaufähig". Ähnlich äußerte sich Dagobert Ossa als Vertreter der Buddhisten. "Wir bemühen uns um Integration und wollen Parallelgesellschaften verhindern."
Stadtdekan Tilman betonte indes auch die Schwierigkeiten, die ein solches Gremium in sich berge. Es bestehe die Gefahr, dass der Rat politisch instrumentalisiert und der Glaube relativiert werde. "Jeden in seinem anderen Glauben anzuerkennen und ihn zu ermuntern, dabei zu bleiben - das ist ein hohes Gut", sagte der Stadtdekan. "Jeder kann denken, dass seine Religion die beste ist, aber wir müssen den Nächsten akzeptieren", mahnte der jüdische Rabbiner Menachem Halevi Klein. Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) lobte den Rat als "wichtigen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in der Stadt". Er sei auch gedacht "für Menschen, die keine Religion haben".
Link zum Artikel:
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/1578436_In-Gottes-Namen.html

Moscheebau Hausen: Anonyme Bürgergruppe droht Gewalt an FR Thu, 14 Aug 2008 19:00:00 +0000

Artikel in der Frankfurter Rundschau 14.08.2008 (Zitat):
Die Wortwahl lässt keinen Raum für Zweifel: Die Rede ist von "determiniertem Widerstand". Der Protest soll "massiv" ausfallen. "Von Menschen, denen man die Heimat und die Zukunft nimmt, können Sie keine Debatten mehr und Vernunft erwarten." Der Streit um den Moscheebau in Hausen hat eine neue Eskalationsstufe erreicht.
In einer vierseitigen E-Mail an die Linken-Stadtverordnete Yildiz Köremezli-Erkiner kündigt ein unbekannter Verfasser offenbar unter falschem Namen unverhohlen an, "den Widerstand auf die Straße zu tragen" und Parteiveranstaltungen in Zukunft zu stören. Unterschrieben ist die Mail mit "Aktionsgruppe 22. Juli".
Der Verfasser der Mail gibt sich als Sprecher dieser "neuen Gruppierung von Bürgern" aus, die sich neben der Bürgerinitiative Hausen in Kürze bilden werden. "Öffentlich", wie es in der Mail heißt. Tatsächlich gelangen alle Äußerungen der Gruppierung bislang nur unter Pseudonymen an die Öffentlichkeit.
[...]
"Wir nehmen das ernst", sagt Hans Christoph Stoodt von der Frankfurter Anti-Nazi-Koordination. Bereits im Herbst des vergangenen Jahres habe es in dem islamfeindlichen Blog "Politically Incorrect" Aufrufe zum "bewaffneten Kampf" gegen Muslime in Hausen gegeben.
Unter anderem postet in dem Blog ein User unter dem Namen "Hausener Bub". Im selben Blog fiel laut Stoodt die Ankündigung, der nächsten Sitzung der Anti-Nazi-Koordination im Türkischen Volkshaus in Bockenheim "einen Besuch abzustatten". "Wir warnen dringend davor, das auf die leichte Schulter zu nehmen", sagt Stoodt.
[...]
Fraglich ist, ob die "Aktionsgruppe 22. Juli" überhaupt diskutieren will. Am Ende der Mail heißt es: "Diese Moschee wird nicht gebaut werden."
Link zum Artikel:
http://www.fr-online.de/top_news/1486925_Anonyme-Buergergruppe-droht-Gewalt-an.html